|
1. Was sind die Gärten der biologischen Vielfalt
Es sind Gärten, die auf eine Art angelegt sind, um dort
dieselben Bedingungen zu kreieren, die die Pflanzen in ihrer
natürlichen Umgebung auf steinigen Böden vorfinden.
Diese Gärten dienen nicht dem Zweck die an die Umgebung
angepassten Arten aufzuziehen, sondern wurden aus didaktischen
oder ornamentalen Gründen verwirklicht. Die Steingärten
der biologischen Vielfalt wurden im Botanischen Garten mit
dem Ziel geschaffen, um die größtmögliche
Anzahl endemischer, seltener oder an einen bestimmten Lebensraum
angepassten Arten zu zeigen. Die Verwirklichung und Organisation
der Steingärten sind die didaktische Antwort auf das
unter systematischen Gesichtspunkten gesehene Erforschen der
dort vorhandenen Exemplare nach Art und Gattung. In den Steingärten
werden, wenn möglich, die Samen der Pflanzen gesammelt,
die man zu konservieren gedenkt und dann ggf. mit anderen
Instituten ausgetauscht. Mit dem Ziel, die verschiedenen Steinböden,
die in Sardinien vorkommen, zu repräsentieren, wurden
die Steingärten mit drei unterschiedlichen Gesteinsarten
realisiert. Es gibt den Abschnitt des Granits, des Kalksteins
und den metamorpher Gesteine. Durch den Einsatz spezieller
Materialien wurde in den Steingärten nicht nur das Ziel
verfolgt die augenscheinliche Umgebung zu erzeugen, sondern
man folgte auch praktischen Notwendigkeiten. Beispielsweise
gibt es Arten, die keine kalkhaltigen Böden tolerieren
(sog. calcifuge Arten). Um diese Arten im botanischen Garten
von Cagliari, der einen kalkhaltigen Boden besitzt zu beheimaten,
war es notwendig eine Umgebung mit einem neutralen bzw. leicht
sauren ph-Wert zu erzeugen. Dies geschieht, indem man nicht
kalkhaltige Steine verwendet, torfreichen Boden benutzt und
periodische Eingriffe vornimmt, um die durch die Bewässerung
einfließenden Carbonate zu binden.
Es ist durchaus möglich, dass sich dieselbe Spezies innerhalb
der Steingärten in verschiedenen Abschnitten befindet.
Das kommt dann vor, wenn diese Arten auf verschiedenen Nährböden
wachsen. Es wurde darauf geachtet, diese getreu ihrer Umgebung,
aus der sie entnommen wurden, zu positionieren. Für die
Platzwahl wurden Kriterien beachtet, die über die Tatsache
des Nährbodens hinausgehen: Die Gebiete der ursprünglichen,
geografischen Herkunft; dem besonderen Interesse verschiedener
Gattungen, Familien oder biologischen Lebensformen, denen
ein Beet gewidmet wurde, um eine direkte Konfrontation unter
den Exemplaren verschiedener Arten zu erlauben.
2. Das Konzept des Endemismus
Eine endemische Art findet nur in einem begrenzten geographischen
Bereich Verbreitung. Es kann verschiedene Gründe für
ihre begrenzte Ausbreitung geben. Einer dieser Faktoren ist
die starke Spezialisierung auf eine bestimmte Umgebung, in
der besondere ökologische Bedingungen herrschen. Vom
Konzept her unterschiedlich, aber ähnlich zu diesem Phänomen,
besteht auch das Unvermögen einer Art, bestimmte Umweltfaktoren
zu tolerieren, zum Beispiel das Vorhandensein eines Minerals
oder dessen Salzes im Boden oder die Extreme bestimmter klimatischer
Faktoren (Temperatur, Licht, Niederschlag etc.).
Das Vorhandensein geographischer Barrieren ist ein weiterer
Faktor, der die Verbreitung limitiert (das ist der Grund,
warum es auf einer Insel viele endemische Arten gibt). Weiterhin
stellen die "Jugend" einer Art [hat sich erst vor
kurzem entwickelt (im Evolutionszeitraum) und hatte noch nicht
die Zeit sich zu verbreiten] und die Verkleinerung deren Lebensraums
(ein voranschreitender Prozess des Aussterbens) weitere Gründe
dar. Wie klein das Gebiet sein muss, das von einer Art bewohnt
wird, um von einem Endemismus zu sprechen, ist schwierig zu
definieren, wenn man einen überall und allgemeingültigen
Maßstab zur Untersuchung der Flora eines Territoriums
sucht. Wenn man als Maßstab das mediterrane Becken nimmt
und die Arten betrachtet, die in Sardinen vorkommen, so spricht
man von endemisch-sardisch, sardisch-korsisch, sardisch-korsisch
mit toskanischem Archipel, sardisch-korsisch-balearisch und
vom toskanischen Archipel. Ist eine Art beispielsweise im
gesamten westlichen Mittelmeer verbreitet, hätte es wenig
Sinn, von einer endemischen Art zu sprechen. Denkt man aber
in größeren Maßstäben, könnte es
zutreffend sein. In Sardinien gibt es eine große Anzahl
endemischer Arten. Diese ergeben sich aus der isolierten Lage
des sardischen Territoriums, aus der Vielzahl von Lebensräumen
in Sardinen und der dort, für Italien einmaligen Vielfalt
von steinigen Nährböden. Eine aktuelle Zählung
der Vielfalt der botanischen Endemismen ergab einen Katalog
mit 347 Pflanzen.
3. Der Bereich des Granitgesteins
Der Bereich des Granitgesteins wurde verwirklicht, um die
Pflanzen Sardiniens zu beheimaten, die auf diesen Nährböden
wachsen. Wie man anhand der geologischen Karte Sardiniens
erkennen kann, sind diese Böden sehr häufig. Dies
resultiert aus der Tatsache, dass Sardinien und Korsika auf
dem sog. sardisch-korsischen Batolithen ruhen, einer Art Granitsockel,
der an den Stellen, an denen die ihn bedeckende Gesteinsschicht
erodiert ist, hervortritt. oder: der an den erodierten Gesteinsschichten
hervortritt. Der sardisch-korsische Batolith hat sich im Hochkarbon
und im Perm (vor 359-225 Millionen Jahren) aus eindringenden
Gesteinen bzw. durch Magma, die sich langsam in der Tiefe
der Erdkruste abgekühlt hat, gebildet. Dies sieht man
leicht an den gut erkennbaren Kristallbildungen im Granit.
Diese Lebensräume sind vor allem in der Mitte und im
Nordosten Sardiniens sowie in den Bergen des Sulcis/ Iglesiente
und Sarrabus zu finden.
Die Unterabteilungen
3.1.1 Astragalus verucusus und Astragalus maritimus
Die Ausbreitung dieser beiden Astragali ist jeweils nur auf
ein einziges Gebiet begrenzt. Astragalus maritimus ist lediglich
auf einem Areal von 200m x 600m auf der Insel S. Pietro beheimatet.
Astragalus verucusus kommt nur in einem Gebiet von 20 ha bei
Torre dei Corsari in der Gemeinde Arbus vor. Das Interesse
an beiden Arten kommt vor allem durch ihre Seltenheit, die
den Grad ihrer Bedrohung zeigt. Es ist leicht begreiflich,
dass schon kleine Veränderungen, in den von ihnen bewohnten
Gebieten, zu deren Aussterben führen könnten. Wie
man beobachten kann, sind sich diese beiden Astragalus sehr
ähnlich, was von der Tatsache herrühren könnte,
dass sich beide Arten vor nicht allzu langer Zeit aus einer
einzigen Spezies entwickelten, die wahrscheinlich ihre Ausbreitung
entlang der Küsten des Iglesiente und auf dem Archipel
des Sulcis fanden. Aktuell untersucht man besonders die Mechanismen
der Vermehrung dieser Arten.
3.1.2 Geofite
Geofite sind Pflanzen, die widrige Jahreszeiten Dank ihrer
unterirdischen Reserven überdauern. Während der
an der Oberfläche liegende Teil der Pflanze vertrocknet,
überlebt die Pflanze an sich durch ihre unterirdischen
Wasser- und Nährstoffspeicher. Im mediterranen Klima,
in dem der Sommer die widrige Jahreszeit darstellt, sind diese
Pflanzen sehr verbreitet. Anfang Herbst formen sie neue Blätter
und blühen sehr ansehnlich. Grund für ihre auffällige
Blüte ist die geringe Anzahl von Blütenpflanzen
in dieser Jahreszeit, die Kürze der Tage und das oft
erbarmungslose Klima. Diese Faktoren führen für
die bestäubenden Insekten zu einer begrenzten Aktivität.
Darüber hinaus müssen die Blüten der wenigen
blühenden Pflanzen gut sichtbar sein, um von den Insekten
auch auf größere Distanz gefunden zu werden. In
Sardinien gibt es verschiedene endemische Geofite. In diesem
Beet werden verschiedene Arten von Scilla und Urginea gezeigt,
zwei ähnliche Genres, die aber morphologisch gesehen
sehr unterschiedliche Arten sind.
3.1.3 Geofite und Brassica
In einem der Beete, das Geofite beheimatet, befindet sich
ein Exemplar der Brassica insularis. Der Grund für die
Präsenz der Pflanze, die nicht zu den Geofiten zählt,
rührt aus der Tatsache, dass sie auf der Insel Isola
dei Cavoli (woher auch deren Name kommt) verbreitet ist, in
dem selben Lebensraum wie auch Dracunculus muscivorus, einer
der Geofite in diesem Beet.
3.1.4 Pflanzen der Küstenregionen des Sulcis / Iglesiente
Außer ihrer wunderschönen Landschaft, das die Küstenregionen
des Sulcis / Iglesiente zu den schönsten Gebieten Sardiniens
macht, sind diese Gebiete reich an unterschiedlichen Lebensräumen,
die eine Vielzahl endemischer Pflanzen beheimaten, deren Verbreitung
meist stark limitiert ist. In diesem Beet befinden sich einige
dieser Arten. Im Besonderen sind zwei Arten von Dianthus zu
bewundern, von denen eine (Dianthus morisanum) lediglich in
den Dünen von Portixeddu vorkommt, während die andere
Art in den steinigen Gebieten des Sulcis / Iglesiente und
Sarrabus zu finden ist.
3.1.5 Santolina der Gruppe chamaecyparissus
Diese Unterabteilung beheimatet Exemplare, die zur Art der
Santolina gehören: santolina insularis, santolina corsica
und santolina chamaecyparissus. Die Santolina sind Aromapflanzen,
die dichten, niedrigen Bewuchs auf Mineralienhalden (Abraumhalden
von Bergbautätigkeiten) oder auf losen, verwitterten
Böden bilden oder in fluvialen Ablagerungen saisonaler
Überschwemmungen zu finden sind.
3.2 Der Karst Bereich
Die kalkreichen Lebensräume schaffen für das Leben
der Pflanzen ganz besondere Umstände. Die erhöhte
Präsenz von Carbonaten (mit einem daraus resultierenden
basischen ph-Wert) macht es für die Pflanzen schwierig,
einige für ihren Stoffwechsel wichtige Nährstoffe
aufzunehmen. Viele Arten sind für das Leben unter diesen
Bedingungen spezialisiert (calcifile oder basofile), während
andere Pflanzen dazu nicht in der Lage sind (calcifuge oder
acidofile). Aus diesem Grund sind die kalkreichen Lebensräume
aus botanischer Sicht besonders interessant. Weiterhin wäre
erwähnenswert, dass die kalkreichen Böden in Sardinien
wenig und in Korsika quasi nicht vorhanden sind.
In Sardinien befinden sich Karstgebiete im Sulcis und in den
Küstenbereichen des Iglesiente, wobei es sich hier um
paläozoischen Karst handelt, der sich vor 570 - 225 Millionen
Jahren gebildet hat. Beim Capo Caccia und Supramonte sind
es Kalkgesteine aus dem Mesozoikum, die sich vor 225 - 65
Millionen Jahren bildeten. In der Umgebung von Sassari, und
den Hügeln von Cagliari sind es Kalkgesteine, die sich
im Miozän vor 10 - 7,5 Millionen Jahren formierten. Das
Kalkgestein ist ein Sedimentgestein, das sich durch Ablagerung
von Skeletteilen mariner Lebewesen bildete und durch den Druck
deren Eigengewichts verdichtete. Daher rührt auch die
Fülle von Fossilien in den Karstgebieten. Die Besonderheit
dieser Lebensräume auf Sardinien ist deren Entfernung
voneinander und die dadurch bedingte Isolation der Populationen
der angepassten Arten.
Die Unterabteilungen
3.2.1 Limonium
Limonium sind (mit wenigen Ausnahmen) Arten, die im steinigen
Küstenbereich zusammen mit dem Meeresfenchel (crithmum
maritimum) wachsen. Die Besonderheit dieser Pflanze ist die
Fähigkeit, hohen Salzkonzentrationen standzuhalten, die
durch die Gischt ständig auf sie herunterregnen. Sardinien,
eine Region mit vielen steinigen Küsten, beheimatet 38
Arten von limonium costieri, von denen viele in kurzen Küstenabschnitten
endemisch sind.
3.2.2 Bellium crassifolium
Das bellium crassifolium ist eine endemische Art der Provinz
von Cagliari. Es ist in den Küstenregionen von Capo Sant´
Elia, zahlreichen Orten des Sulcis / Iglesiente und dem Archipel
des Sulcis beheimatet. Die Blüte ist innen gelb und hat
einen abgeflachten Hut mit weißen Blütenblättern
(die klassische Margerite), aber ihre fleischigen Blätter
zeugen von der Anpassung dieser Art an das Küstengebiet,
in dem die Salzkonzentration in dem vom Meer erzeugten Aerosol
sehr hoch ist.
3.2.3 Hügel von Cagliari
In diesem Bereich finden wir einige der interessantesten Arten
die auf den Hügeln Cagliaris vorkommen. Deren Verfall
und die alte Population könnten zu dem Schluss führen,
dass diese Gebiete zu den weniger interessanten Sardiniens
gehören. Aus botanischen Gesichtspunkten gesehen, bewahren
sie Besonderheiten, die es wert sind, sie zu studieren und
zu schützen. Die Geschichte der Stadt Cagliari, die schon
immer als Hafenstadt in den Handel des Mittelmeerraums eingebunden
war, könnte der Grund für das Vorhandensein zweier
Arten sein, die nur in der Umgebung von Cagliari zu finden
sind. Im Speziellen sarcopterum spinosum und satureja thymbra,
welche im Mittelmeerraum verbreitete Pflanzen sind und schon
in der Antike als Heilpflanzen und zur Nahrungszubereitung
(satureja) verwendet wurden.
3.2.4 Die warmen Karstgebiete Südsardiniens
Die warmen Karstgebiete Südsardiniens beherbergen zahlreiche
Arten botanischen Interesses, von denen einige ihre Verbreitung
auch in Nordafrika finden. Die sog. termofilen Zonen Sardiniens
sind dessen warme und trockene Gebiete: Der Süden des
Sulcis, das Archipel des Sulcis, der Campidano und die Umgebung
von Cagliari.
3.2.5 Der paläozoische Karst des Iglesiente
Im Gebiet des Sulcis / Iglesiente befinden sich ca. 750 km²
paläozoischen Karsts. Diese Gesteinsformationen (Kalk
und Dolomit), die sich vor 570 bis 500 Millionen Jahren bildeten,
beheimaten viele endemische Arten, von denen einige nur in
diesen Bergen zu finden sind.
3.2.6 Tacchi triassici
Das Gebiet der Tacchi breitet sich in Sardinien von Laconi
bis Seui aus. Die Karstformationen dieser Zone stammen aus
dem Trias (Mesozoikum) und bildeten sich vor 225 - 195 Millionen
Jahren. Wie so oft in den Karstgebieten, kommen auch hier
einige Endemismen vor, von denen einige ihre Verbreitung ebenfalls
in den Gebieten des Gennargentu oder Supramonte finden oder
sogar noch eine weitere Verbreitung haben.
3.2.7 Karstberge des Jura und der Kreidezeit im östlichen
Zentrum Sardiniens
In diesem Bereich sind Pflanzen beherbergt, die aus dem Supramonte,
den Karstgebieten des Golfs von Orosei und vom Mte. Albo kommen.
Es handelt sich um ein Gebiet aus dem Jura und der Kreidezeit
(vor 195 - 65 Millionen Jahren), das sich über einen
langen Zeitraum durch das Absinken des sog. östlichen
Beckens, das von einem nicht sehr tiefen Meer bedeckt war,
bildete. Es sind die größten Kalkgebiete Sardiniens,
sie bieten ein beeindruckendes Panorama und sind reich an
naturalistischen Besonderheiten.
3.2.8 Die Pflanzen der Feuchtgebiete
An der Seite der Freitreppe werden endemische oder seltene
Pflanzen Sardiniens gezeigt, die typisch für kalkhaltige
oder nicht kalkhaltige Feuchtgebiete sind. Auch wenn hier
überall Kalkstein verwendet wurde, dann deswegen, weil
für diese Pflanzen der Faktor Wasser wichtiger ist als
der des Gesteins. Mit diesem Beet hat man einen schattigen
Lebensraum geschaffen, dessen feuchter Boden von einem leicht
fließenden Bächlein oder ständigem Tropfen
herrührt. In dieser Art von Ambiente leben einige der
seltensten endemischen Pflanzen Sardiniens, wie borago morisana,
borago pygmaea und soleirolia soleirolii.
3.3 Der Abschnitt der metamorphen Gesteine
Metamorphe Gesteine sind Steine, die durch Umwandlungsprozesse,
bedingt durch hohen Druck und hohe Temperaturen, verändert
wurden (Metamorphose). Je nach Ausgangsgestein, Druck- und
Temperaturverhältnissen formieren sich verschiedene Metamorphosen.
In Sardinien sind die Metamorphosen sehr verbreitet; vor allem
in den Gebirgsmassiven der südlichen Mitte (vom Gennargentu
bis Sulcis / Iglesiente). Nachdem man unmöglich alle
steinigen Nährböden, die in Sardinien vorkommen,
darstellen kann, sind in diesem Abschnitt auch die vulkanischen
und die in den Abraumhalden der Mienen vorkommenden Arten
gezeigt.
Die Unterabschnitte:
3.3.1 Abraumhalden
Die Abraumhalden sind sehr verbreitete Lebensräume in
Sardinien. Dies ist bedingt durch die schon in der Antike
beginnende Abbautätigkeit, die im 19. und 20 Jahrhundert
so stark wurde, dass sie im Iglesiente die Landschaft veränderte.
Der Abbau brachte riesige Mengen von Abraumhalden mit sich,
die oftmals durch ihren hohen Gehalt an Schwermetallen für
die Pflanzen schwer zu bevölkern sind. In diesen Lebensräumen
konnten sich nur wenige Arten so spezialisieren, dass sie
unter diesen ökologisch extremen Bedingungen überleben
konnten. Um auf den Abraumhalden leben zu können, benutzen
die Pflanzen einige Mechanismen, die sie auch in sehr salzigen
Gebieten benutzen. Es gibt Arten, die die Schwermetalle (oder
das Salz) in ihrem Organismus ansammeln, jedoch ohne die für
die Pflanzen giftigen Werte zu erreichen. Andere Arten sammeln
die Giftstoffe in Teilen (wie den Blättern), die periodisch
ausgewechselt werden. Manchen gelingt es sogar diese Substanzen
zu eliminieren und, wie die Tamerisken, das Salz auszuscheiden.
Weiterhin gibt es noch endlos viele Arten, die keine besonderen
Strategien entwickelt haben, um die Giftstoffe zu eliminieren,
aber trotzdem hohe Konzentrationen von diesen aushalten können.
Für nähere Informationen gehen Sie zum Rundgang
Nr. 27 des virtuellen Garten.
|